Änderungen von KWP3 zu KWP3
| Ursprüngliche Version: | KWP3 (Version 1) |
|---|---|
| Status: | Eingereicht (ungeprüft) |
| Eingereicht: | 21.12.2023, 15:46 |
| Neue Version: | KWP3 (Version 2) |
|---|---|
| Status: | Beschluss |
| Eingereicht: | 25.01.2024, 16:39 |
Kapiteltitel
Text
Von Zeile 619 bis 409:
fühlen. Deshalb ist es unser Ziel, unsere Stadt so lebenswert wie möglich zu gestalten. Hierfür bedarf es einerDazu gehört eine attraktiven Innenstadt, in der sich[Leerzeichen]
Tourist*innen und Dresdner*innen gleichermaßen wohlfühlen. Ebenso wollen wir für lebenswerte Quartiere und Stadtteile sorgen, in denen Wohnen und Arbeiten, Einkaufen, Kulturgenuss sowie Bildungs-, Sozial- und öffentliche wie soziale InfrastrukturGesundheitseinrichtungen im direkten Umfeld möglichst vieler Dresdner*innen erreichbar istsind. Wir wollen die Stadt mit Augenmaß nachverdichten und konsequent höher bauen und dabei bewusst Lücken für kleine Gärten oder Grünflächen lassen. Die Kaltluftschneisen in Dresden wollen
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Um langfristig in Dresden erschwingliche Mieten zu garantieren, wollen wir den sozialen Wohnungsbau in Dresden weiter vorantreiben, und den städtischen Wohnungsbestand signifikant erhöhen und mit einer Vielzahl von weiteren Maßnahmen für bezahlbare Mieten sorgen. Bei der weiteren Entwicklung unserer[Zeilenumbruch]
Stadt werden wir ein besonderes Augenmerk auf eine zeitgemäßehochwertige zeitgenössische Baukultur und den Einsatz alternativernachwachsender und wiederverwendeter Baustoffe zur CO₂2-Reduzierung legen.
Die Dresdner Innenstadt wird liebenswert und lebendig
Unsere Innenstadt steht vor großen Herausforderungen. Durch den wachsenden Online-Handel und ein verändertes Einkaufsverhalten steht der Einzelhandel unter Druck. Die wiederkehrenden Hitzesommer zeigen deutlich, dass Dresdens „gute Stube“ dringend mehr Grünflächen und Bäume braucht. Wir wollen ein vielfältiges Stadtzentrum mit Handel, Gastronomie, Wohnen, Arbeiten, Kultur und Bildung, in der sich Jung und Alt, Dresdner*innen und Gäste wohl und willkommen fühlen. Mit einer integrierten Gesamtstrategie wollen wir das Stadtzentrum zukunftsfähig und resilient gestalten.
Wir wollen die Innenstadt so umbauen, dass sie klimaresilient wird und damit besser vor den Folgen von extremen Wetterbedingungen geschützt wird. Mit der Vollendung des Promenadenrings um das Rathaus und den Dr.-Külz Ring soll ein Flanierweg und Grüngürtel um die Dresdner Altstadt entstehen. Die Kreuzstraße wollen wir verkehrsberuhigen und mit einer Baumallee aufwerten. Das Quartier südlich vom Altmarkt zwischen Seestraße und Schulgasse wollen wir begrünen und die unnötig versiegelten Flächen neben dem Kristallpalast klimagerecht umgestalten. Mit dem Projekt „Grüner Bogen“ wollen wir den Bereich Prager Straße und Reitbahnstraße mit attraktiven Grünflächen städtebaulich aufwerten und neu ordnen. Gleiches gilt für den Wiener Platz am Hauptbahnhof als Auftakt zur Innenstadt und südlich der Bereich Bayrischen Straße.
Wichtig ist uns, dass generell mehr konsumfreie Räume zum Verweilen, Spielflächen für Kinder und Freiräume für Jugendliche in der Innenstadt entstehen.
Einen defensiven Architekturstil bei der Gestaltung des öffentlichen Raums lehnen wir konsequent ab und setzen uns dementsprechend gegen weitere Maßnahmen zur Verdrängung Obdachloser aus dem Stadtbild ein.
Bereits bestehende Barrieren in der Innenstadt, welche vor allem darauf abzielen, Obdachlosen den Aufenthalt in der Innenstadt zu erschweren, wollen wir abbauen.
Mit praktischen, bequemen und großzügigen Sitzmöglichkeiten sowie windgeschützten Flächen wird außerdem die Aufenthaltsqualität für alle, insbesondere Jugendliche und Familien, gesteigert.
Damit die Innenstadt nicht austauschbar wird, unterstützen wir besonders inhabergeführte Geschäfte, eine lebendige Gastronomieszene und das Handwerk. Projekt wie die „Kreativ.Raum.Börse“ zeigen, wie mit guten Ideen leerstehende Geschäfte mit PopUp-Läden, kleinen Manufakturen oder Ausstellungen durch Kultur- und Kreativschaffende belebt werden können. Die Förderung hierfür wollen wir verstetigen und so strukturellen Leerstand verhindern. Wir unterstützen die Idee, Teile der Dresdner Hochschulen ins Zentrum zu holen und dadurch mehr junges Leben in die Innenstadt wird liebenswertzu ziehen. Die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Robotronkantine wollen wir als bauliches Zeugnis der Ostmoderne behutsam sanieren und lebendigin der Mitte der Stadt einen Ort für Ausstellungsflächen und zeitgenössische Kunst schaffen.
Straßen wie die St. Petersburger Straße oder die Große Meißner Straße am Goldenen Reiter sind Relikte der autogerechten Stadt und städtebauliche Barrieren. Wir wollen beginnend mit der St. Petersburger Straße städtebaulich-freiraumplanerische Wettbewerbe initiieren, die Ideen liefern sollen, wie die Verkehrsflächen halbiert und neuer Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen kann.
Die Große Meißner Straße und die Köpckestraße zerschneiden den Neustädter Markt und damit die fußläufige Verbindung über die Augustusbrücke. Wir wollen die Bundesstraße aus dem Zentrum herausnehmen und die Straße zu einem grünen Boulevard zum Flanieren, mit gut erreichbaren Straßenbahnhaltestellen und sicheren Radwegen umbauen. Vom Japanischen Palais über das Blockhaus mit dem Archiv der Avantgarden bis zur geplanten neuen Bebauung am Königsufer wollen wir ein Kulturquartier entwickeln. Wir werden dafür Sorge tragen, dass die zukünftigen Gebäude auch öffentliche und kulturelle Nutzungen für die Stadtgesellschaft und Dresdens Gäste beheimaten.
Quartiere und Stadtteilzentren lebenswert gestalten
Die Lebensqualität einer Stadt macht sich an den Bedingungen in ihren Stadtvierteln fest. Wir wollen deshalb lebendige Quartiere schaffen und uns dabei dem Ziel der sogenannten 15-Minuten-Stadt nähern, bei der alle relevanten Wege des Alltags mithilfe nachhaltiger Verkehrsmittel innerhalb von 15 Minuten zurückgelegt werden können. Wir setzen uns für familienfreundliche Stadtteile mit einem guten Mix aus wohnortnahen Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungen, Arbeitsplätzen, Kultur- und Sportangeboten und öffentlichen Einrichtungen ein.
Deswegen lehnen wir weiteren großflächigen Einzelhandel ab und wollen stattdessen die Innenstadtentwicklung und kleine, lebendige Quartierszentren stärken. Das Areal am Alten Leipziger Bahnhof wollen wir als klimaneutrales und autoarmes Stadtquartier kooperativ entwickeln.
Für einen nachhaltigen und sozialen Wohnungsbau
Wir sind davon überzeugt, dass nur ein ausreichend großer Bestand an Wohnungen in kommunalem Eigentum langfristig Wohnraum für diejenigen bieten kann, die auf dem freien Wohnungsmarkt keine Chance haben. Mit der städtischen Wohnungsgesellschaft „WiD Wohnen in Dresden“ werden wir weiter bezahlbaren Wohnraum schaffen. Neben der Bereitstellung von Grundstücken wollen wir die WiD mit einem jährlichen Zuschuss aus dem städtischen Haushalt beim Neubau und der Sanierung von Bestandswohnungen unterstützen. In Seidnitz (Johnsbacher Weg) und Niedersedlitz (Windmühlenstraße) können etwa 1.800 neue, bezahlbare Wohnungen entstehen. Hierfür wollen wir in der nächsten Wahlperiode die Voraussetzungen schaffen.
Die Schaffung von mietpreis- und belegungsgebundenem Wohnraum wollen wir auch durch die konsequente Ausübung von Vorkaufsrechten und die Anwendung des kooperativen Baulandmodell sicherstellen. Dabei verpflichten sich private Investoren, einen Anteil öffentlich geförderter Wohnungen zu errichten. Wir wollen Genossenschaften dabei unterstützen, bezahlbaren Wohnraum zu bauen. Durch die Vergabe von Baugrundstücken in Erbbaupacht wollen wir Baugemeinschaften und gemeinschaftliche Wohnprojekte fördern und mit Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Grundstücken auch alternative Wohnformen wie Wagenplätze ermöglichen. Außerdem wollen wir die Entstehung von Einfamilienhaussiedlungen auf der grünen Wiese eindämmen.
Unsere Innenstadt steht vor bedeutenden Umbrüchen und großen Herausforderungen. Um Verödung durch Leerstand vorzubeugen, wollen wir uns in der kommenden Wahlperiode für eine lebendige, durchgrünte Innenstadt starkmachen, in der sich Jung und Alt, Einwohner*innen und Gäste wohl und willkommen fühlen.
Wir wollen eine Innenstadt für alle Dresdner*innen. Deshalb werden wir langjährige Mieter*innen vor Verdrängung schützen und für bezahlbare Mieten auch in der Innenstadt sorgen. Insbesondere unterstützen wir den inhabergeführten kleinteiligen Einzelhandel. Neben einer lebendigen Gastronomieszene ist uns die Schaffung kommerzfreier Angebote wie Spielflächen für Kinder, Orte zum Verweilen sowie Plätze für unkomplizierte öffentliche Nutzungen wichtig. Für leerstehende Ladengeschäfte braucht es sinnvolle Umnutzungen und innovative Ideen. Die damit verbundenen Umwidmungen wollen wir erleichtern. Wir unterstützen die Idee, Teile der Dresdner Hochschulen ins Zentrum zu holen und somit junge Menschen in die Innenstadt zu ziehen.
Wir werden einen städtebaulichen Wettbewerb für eine Neukonzeption der St. Petersburger Straße und anderer Verkehrsschneisen der 60er und 70er Jahre im Dresdner Zentrum initiieren, mit dem Ziel, mehr angenehmen und klimaresilienten Stadtraum zu gewinnen. Für die Neustädter Elbseite schlagen wir die Entwicklung eines Kulturquartiers vor, denn neben dem Japanischen Palais und dem Blockhaus braucht es auch im neu entstehenden Quartier am Königsufer öffentliche und kulturelle Nutzungen wie zum Beispiel die Sächsische Akademie der Künste. Die Große Meißner Straße wollen wir mit dem Ziel umbauen, die Aufenthaltsqualität ebenda zu steigern.
In der kommenden Wahlperiode wollen wir uns für diese Projekte besonders stark machen: Stärkung und Ausbau der fußläufigen Achse Hauptbahnhof-Albertplatz; Fertigstellung des Promenadenrings als Flanierweg und Grüngürtel um die Dresdner Altstadt; Initiierung eines städtebaulichen Wettbewerbs für den Umbau der St. Petersburger Straße im Dresdner Zentrum; Begrünung der unnötig versiegelten Flächen neben dem Kristallpalast und im Bereich der Schreibergasse; städtebauliche Aufwertung der Quartiere südlich der Prager Straße mit Hilfe des „Grünen Bogens“; mehr Stadtgrün auf der Kreuzstraße; Sanierung der Robotron-Kantine als kommunale Ausstellungsfläche.
Quartiere und Stadtteilzentren lebenswert gestalten
Die Lebensqualität einer Stadt macht sich an den Bedingungen in ihren Stadtvierteln fest. Wir wollen deshalb lebendige Quartiere schaffen und uns dabei dem Ziel der sogenannten 15-Minuten-Stadt nähern, bei der alle relevanten Wege des Alltags mithilfe nachhaltiger Verkehrsmittel innerhalb von 15 Minuten zurückgelegt werden können. Dafür müssen wir die Quartiersentwicklung von Dresden neu denken und strukturieren. Wir setzen uns die konsequente Durchmischung der Stadt mit Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Kultur sowie der notwendigen sozialen Infrastruktur zum Ziel. Deswegen lehnen wir weiteren großflächigen Einzelhandel ab und wollen stattdessen die Innenstadtentwicklung und kleine, lebendige Quartierszentren stärken.
In der kommenden Wahlperiode wollen wir uns deshalb für folgende konkrete Projekte besonders stark machen: Entwicklung des Areals am Alten Leipziger Bahnhof als Modellprojekt „Stadtteil der Zukunft“; Weiterentwicklung von Nachbarschaftszentren wie zum Beispiel die Wiederbelebung der Staatsoperette Leuben als kulturelles Nachbarschaftszentrum. Den Südpark wollen wir beschleunigt weiterentwickeln und das Gelände in den Campus der TU Dresden integrieren.
Für einen nachhaltigen und sozialen Wohnungsbau
Wir sind davon überzeugt, dass nur ein ausreichend großer Bestand an Wohnungen in kommunalem Eigentum langfristig Wohnraum für diejenigen bieten kann, die auf dem freien Wohnungsmarkt keine Chance haben. Mit einer Vermietungspolitik, die in erster Linie auf erschwingliche Mieten abzielt, wird zudem die Erhöhungsspirale bei den Bestandsmieten gedämpft. Dazu werden wir auch in Dresden Milieuschutzgebiete ausweisen.
Wir wollen deshalb die kommunale Wohnungsgesellschaft „WID Wohnen in Dresden“ weiter stärken und zukunftsfähig aufstellen. Dazu braucht es neben der Bereitstellung kommunaler Grundstücke auch einen jährlichen städtischen Zuschuss aus dem Haushalt in Höhe von 10 Millionen Euro für den Neubau von Wohnungen. Wir werden uns für einen städtischen Ankauf möglichst vieler Wohnungen aus dem Bestand der Vonovia und deren anschließende sozialverträgliche Sanierung einsetzen. Wir stärken die Rolle der Kommune in der Bauleitplanung mit dem Ziel, den Anteil sozialverträglichen Wohnraums in Dresden langfristig deutlich zu erhöhen, zum Beispiel durch die konsequente Anwendung des kooperativen Baulandmodells. Außerdem wollen wir die Entstehung von Einfamilienhaussiedlungen auf der grünen Wiese eindämmen und stattdessen den Bau von ressourcenschonenden Reihen- oder Mehrfamilienhäusern fördern.
Durch die Einführung eines revolvierenden Grundstücks-Fonds stärken wir die Gestaltungsmacht der Stadt bei der Vergabe von Grundstücken. Mit einer Zweckentfremdungssatzung für Dresden verhindern wir zudem die Umnutzung von Wohnungen in Ferienunterbringungen oder deren spekulativen Leerstand. Die Mietpreisbremse wollen wir verlängern. Die Förderung von alternativen Wohnformen sowie Baugemeinschaften und Wagenplätzen ist uns ein besonderes Anliegen.
Nachhaltiges Bauwesen fördern
Das Bauwesen ist einer der größten CO₂-Verursacher sowie Rohstoffverbraucher und von wirklicher Nachhaltigkeit noch weit entfernt. Etwa 40 Prozent des weltweiten CO₂-Ausstoßes werden der Bauwirtschaft zugeordnet. Um dies ressorcenschonender und klimafreundlicher zu gestalten, müssen wir auch auf lokaler Ebene umdenken. Deshalb wollen wir in Dresden weniger Zement, Stahl und Beton und stattdessen mehr alternative Baustoffe einsetzen. Gleichzeitig muss das Bauwesen regionaler ausgerichtet und die Kreislaufwirtschaft gestärkt werden. Dabei muss ökologisch sinnvolles Bauen bezahlbar bleiben. Mit einer fachlich fundierten Beratung für Private wollen wir für ökologisch und energetisch vorteilhafte Sanierungen, Umbauten und, wo nötig, Neubauten werben. Die öffentliche Hand muss ihre Vorbildfunktion beim nachhaltigen Bauen wahrnehmen und dies zum Beispiel beim neuen Verwaltungszentrum beweisen.
Wir setzen uns für eine städtebauliche Verdichtung mit Augenmaß ein, zum Beispiel durch Aufstockung, Umbau und Weiternutzung, und wollen ein Förderprogramm für städtische Modellprojekte im Bereich der Fassaden- und Dachbegrünung entwickeln.
Eine gute Baukultur für eine nachhaltige Stadtentwicklung
Dresden hatte über Jahrhunderte einen hohen und kompromisslosen Anspruch an seine Baukultur. Für viele Einwohner*innen und Besucher*innen macht dies bis heute den Reiz unserer Stadt aus. Eine gute Baukultur gehört deshalb als zentrales Element der nachhaltigen Stadtentwicklung auch in die Gegenwart. Neben der Gestaltung von Bauten ist die Frage der Bevölkerungsbeteiligung und die Einbindung von Interessen- sowie Akteursgruppen dabei wesentlich für uns. Wir GRÜNE werden uns für eine interessante zeitgenössische Architektur engagieren, die sich auch im internationalen Maßstab sehen lassen kann. Wir unterstützen das „ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen“.
In der kommenden Wahlperiode werden wir uns für die Etablierung von Gestaltungswettbewerben mit starken Beteiligungsformaten bei allen wichtigen Bauvorhaben in Dresden stark machen und den Dresdner Gestaltungsbeirat stärken. Die Umsetzung der vom Stadtrat beschlossen Gestaltungsleitlinie und des Hochhausleitbildes in konkretes Verwaltungshandeln hat für uns hohe Priorität, ebenso wie die Fortführung von Erhaltungs- und Gestaltungssatzungen im Stadtgebiet.
Auch in vielen Quartierszentren, insbesondere in ehemaligen Sanierungsgebieten ist seit Aufhebung der Satzungen eine Verdrängung der langjährigen Mieter*innen zu beobachten. Als Bündnisgrüne prüfen wir alle Mittel, um eine Gentrifizierung der Quartiere zu unterbinden. Wir unterstützen Wohnprojekte von Klein-Genossenschaften und Mietshäusersyndikaten, die nicht auf Gewinne für private Eigentümer*innen oder Unternehmen abzielen.
Mit sozialen Erhaltungssatzungen (Milieuschutzsatzung) wollen wir die Mieter*innen in Quartieren mit hohem Verdrängungsdruck schützen und niedrige Mieten sichern. Um die Umwandlung von Wohnungen in Ferienwohnungen und spekulativen Leerstand zu verhindern, wollen wir eine Zweckentfremdungssatzung für die Altstadt und die Neustadt einführen. Für weitere Verbesserungen des Mietrechts und zum Schutz vor steigenden Wohnkosten setzen wir uns auf Landes- und Bundesebene ein.
Nachhaltiges Bauen und anspruchsvolle Baukultur fördern
Der Bausektor ist einer der größten CO₂-Verursacher, Verbraucher von Rohstoffen und Abfallproduzent. Auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt muss das Bauen ressourcenschonend und klimafreundlich werden. Wir wollen, dass die Stadt selbst Vorreiterin wird und im Sinne der Kreislaufwirtschaft handelt. Wir setzen auf den stärkeren Einsatz von Holz und weiteren nachwachsenden Rohstoffen sowie mineralische Recyclingbaustoffe. Die Begrünung von Fassaden und Dächern, erneuerbare Energien sowie klimabeständige Gebäude sind dafür unverzichtbarklimaneutrale Wärmeversorgung sind für uns unverzichtbar. Dabei muss ökologisch sinnvolles Bauen bezahlbar bleiben. Mit einer fachlich fundierten Beratung für Private wollen wir für ökologisch und energetisch vorteilhafte Sanierungen, Umbauten und, wo nötig, Neubauten werben.
Wir setzen uns für eine städtebauliche Verdichtung mit Augenmaß ein, zum Beispiel auch durch Aufstockung, Umbau und Weiternutzung von Gebäuden, was zusätzliche Versiegelung vermeidet. Bei Nachverdichtung muss der Grundsatz gelten: so grün wie möglich, so dicht wie nötig. Dabei müssen Flächen für die Mobilität den Anforderungen an eine lebenswerte Stadt gerecht werden. Wo und wie im Stadtgebiet behutsam nachverdichtet werden kann, um eine Zersiedelung an den Stadträndern zu vermeiden, wollen wir durch die Erarbeitung einer städtischen Leitlinie mit der Bürgerschaft im Dialog mit der Stadtgesellschaft klären.
Dresden hatte über Jahrhunderte einen hohen und kompromisslosen Anspruch an seine Baukultur. Für viele Einwohner*innen und Besucher*innen macht dies bis heute den Reiz unserer Stadt aus. Eine gute Baukultur gehört deshalb als zentrales Element der nachhaltigen Stadtentwicklung auch in die Gegenwart. Die vom Stadtrat 2023 beschlossene Gestaltungsleitlinie für Architektur und Stadtraum knüpft an Dresdner Bautraditionen an und bietet eine hervorragende Orientierung für neue Bauprojekte. Bei der baulichen Entwicklung unserer Stadt ist die Beteiligung der Öffentlichkeit und die Einbindung von Interessen- sowie Akteursgruppen wesentlich für uns. Bei größeren Bauvorhaben fordern wir Architekturwettbewerbe ein, um die beste Lösung für den jeweiligen Stadtraum zu erzielen.
Wir GRÜNE werden uns für die Pflege des baulichen Erbes und für eine interessante zeitgenössische Architektur engagieren, die sich auch im internationalen Maßstab sehen lassen kann. Wir werden das „ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen“ im Kulturpalast weiterhin fördern.