Änderungen von KWP2 zu KWP2
| Ursprüngliche Version: | KWP2 (Version 1) |
|---|---|
| Status: | Eingereicht (ungeprüft) |
| Eingereicht: | 21.12.2023, 15:43 |
| Neue Version: | KWP2 (Version 2) |
|---|---|
| Status: | Beschluss |
| Eingereicht: | 19.01.2024, 14:55 |
Kapiteltitel
Text
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Ein konsequentes Eintreten für Umwelt- und Naturschutz ist unabdingbar für denguten Klimaschutz. Es dient auch der Erhaltung der ökologischen Vielfalt, dem Schutz
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Um dies zu erreichen, wollen wir Dresden zu einer Schwammstadt machen, die WasserRegenwasser speichert und nutzt, sowie wertvolles Trinkwasser wiederverwendet. Wir wollen mehr Bäume pflanzen und schützen, mehr Grünflächen naturnah gestalten und mehr Natur in die Stadt bringen. Wir wollen Urbanen Gartenbau fördern und Dresden zur Essbaren Stadt machen. Um diese Konzepte voranzubringen und das Bewusstsein für eine naturnahe, und nachhaltige Nutzung des städtischen Raumes zu stärken, befürworten wir die Ausrichtung einer
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Die biologische Vielfalt ist die Grundlage unseres Lebens. Wir wollen die Biodiversität in Dresden erhalten und fördern. Zu diesem Zweck werden wir dasdie 2022 beschlossene BiodiversitätskonzeptBiodiversitätsstrategie umsetzen und Biotopverbünde schaffen, die verschiedene Lebensräume miteinander verbinden und den Artenaustausch ermöglichendadurch die Artenvielfalt verbessern und sichern. Mit dem bereits beschlossenen 10-jährigen Naturschutzgroßprojekt wollen wir zusätzliche Unterschutzstellungen (z.B. des Dresdner Heller oder der Felsen im Plauenschen Grund) und Naturschutzmaßnahmen in wichtigen Gebieten der Stadt vorantreiben und dabei mit Akteuren aus der Landwirtschaft, dem Forst und Ehrenamtlichen des Naturschutzes zusammenwirken. Besonderes Gewicht haben für uns auch der Schutz der natürlichen Bodenfruchtbarkeit durch Pestizidverzicht und gute Bewirtschaftung sowie der Schutz ertragreicher Böden für Landwirtschaft und Gartenbau. Auch die Bürger*innen wollen wir für die Biodiversität sensibilisieren und ihnen Möglichkeiten zum Mitwirken bieten.
Wir wollen die Insekten in Dresden schützen, indem wir insektenfreundliche Langschnittflächen ausweiten, diemehr Grünflächen durch zweimal jährlichen Langschnitt pflegen und so mehr insektenfreundliche Blütenvielfalt und Struktur bieten. Wir streben an, dass der Großteil der städtischen Grünflächen naturnah und
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Dresden zur Schwammstadt machen, Wasserversorgung langfristig sichern und vor Hochwassern schützenGewässerqualität verbessern
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Hochwasser, aber auch Starkregenereignisse können große Schäden anrichten, wie dasdie Jahrhunderthochwasser 2002 und 2013 gezeigt hathaben. Wir wollen den Hochwasserschutz in Dresden verbessern, indem wir die Elbe als natürlichen Lebensraum erhalten, Rückhalteflächen sichern und wo möglich ausweiten und an den kleineren Gewässern im Stadtgebiet (Gewässer 2. Ordnung) Abflusshindernisse beseitigen sowie an kritischen Stellen Regenwasserrückhaltebecken für Starkregenereignisse schaffen.
Auch im Klimawandel muss die Deiche weiter verstärkenWasserversorgung für Bevölkerung, Gewerbe und erhöhenIndustrie abgesichert werden. Wir fordern daher Schutz der natürlichen Wasserressourcen im Einzugsbereich der Region, die Rückhalteflächen ausweiten sparsame Nutzung von Brauchwasser sowie die Ausweitung des Brauchwasserrecyclings besonders in der Großindustrie sowie einen öffentlichen Wasserdiskurs bei der Fortschreibung der städtischen Wasserversorgungskonzeption. Das Abwasserbeseitigungskonzept mit dem weiteren Ausbau der Kläranlage ist konsequent umzusetzen.
Zunehmende sommerliche Trockenheit, landwirtschaftlicher Nährstoffeintrag und Siedlungsausweitung bedrohen die Hochwasservorsorge stärkenzahlreichen Bäche und Teiche auf Dresdner Stadtgebiet und die Vielfalt der darin und in ihrem Einzugsbereich lebender Tiere und Pflanzen. Laut Umweltbericht sind viele in einem besorgniserregenden Zustand, weit entfernt von den Anforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie. Wir fordern daher energische Maßnahmen zur Renaturierung von Teichen und Fließgewässern und ein mehrjähriges Programm, das dafür Prioritäten setzt und im Haushalt durch ausreichende Mittel untersetzt wird.
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Bäume sind nicht nur wichtig bei der Bekämpfung des Klimawandels und der Linderung seiner spürbaren Auswirkungen. Sie sind darüber hinaus auch Lebensraum für unzählige Arten, spenden Schatten und erhöhen die Lebensqualität in unserer Stadt. Es müssen daher mehr Bäume in Dresden gepflanzt werden, vor allem in den dicht bebauten Gebieten wie der Innenstadt sowie der Neustadt. Dresdner Parks und Gärten wie der Alaunpark, der Leutewitzer Park, der
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Neben Bäumen gibt es noch andere Möglichkeiten, für Schatten und Begrünung in der Stadt zu sorgen. Mit einer städtischen Begrünungssatzung wollen wir bei Neubauten und Gebäudesanierungen ab einer bestimmten Fläche eine Dach- und Fassadenbegrünung und Baumpflanzungen in Innenhöfen zur Pflicht zur Pflicht machen und damit auch das Stadtklima verbessern. Wir wollen alternative grüne Verschattungskonzepte fördern, wie zum Beispiel Ranknetze für Schlingpflanzen an Fassaden, Dächern und Brücken.
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Dies bietet die Chance, Dresden zu einer ökologischen Modellstadt zu machen. Wir fokussieren unswollen bei der Planung der BuGa den Fokus auf Klimawandelanpassung, Natur in der Stadt, Biodiversität, Pestizidverzicht und Urban Gardening legen. Wir wollen zeigen, wie man mit innovativen Konzepten wie der Schwammstadt oder Essbarerder Essbaren Stadt die Lebensqualität erhöhen kann. Wir werden auch die Bürger*innen einbeziehen, indem wir ihnenund insbesondere auch Kindern und Jugendlichen frühzeitig Möglichkeiten zum Mitmachen bietenbieten, sich aktiv zu beteiligen.
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Lebensmittel. Wir wollen mehr Obstbäume, Beerensträucher und Kräuter in der Stadt pflanzen, welche allen zugänglich sind. Wir werdenunterstützen Märkte, Hofläden und solidarische Landwirtschaftsmodelle unterstützen, die frische und gesunde Produkte anbieten.
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Gemeinschaftsgärten, Hochbeeten oder Guerilla Gardening hat sich Urban Gardening in Dresden etabliert. Wir wollen diese Bewegung weiter stärken, indem wir ihnen mehr Flächen zur Verfügung stellen, siegestellt sowie Aktive finanziell unterstützen und vernetzenbei der Vernetzung unterstützt werden.
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Kleingärtner*innen in Planungsprozesse einbinden und ihnen Anreize bieten, ihre Gärten ökologisch zu gestalten und nachhaltig zu nutzen. Um auch Menschen ohne eigenen Kleingarten Zugang zu diesen grünen Oasen zu ermöglichen, setzen wir uns für eine weitere öffentliche Durchwegung der Sparten ein.
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Wildverbiss und nicht nachhaltige Forstwirtschaft stellt auch Dresden vor große Herausforderungen. Wir wollen dem Waldsterben in Dresden begegnen, indem wir mehr naturnahen Wald fördern. GRÜNE Politik setzt sich für mehr Mischwald mit überwiegend heimischen und standortgerechten Baumarten ein. Wir werden den Prozessschutz ausbauen, indem wir mehr Flächen als Naturwaldreservate oder Wildnisgebiete ausweisen. Wir wollen auch die Waldbesitzer*innen dabei beraten und unterstützen, ihre Wälder ökologisch zu bewirtschaften.Wir wollen dem Waldsterben auch in Dresden begegnen, indem wir auf den stadteigenen Waldflächen einen naturnahen Waldumbau zu einem artenreichen Mischwald mit klimaresilienten und standortgerechten Bäumen und Sträuchern fördern und den Prozessschutz ausbauen. Gegenüber dem Sächsischen Staatsforst werden wir in Gesprächen darauf hinwirken, dass auch die großen Flächen der Dresdner Heide einer naturnahen und klimaverträglichen Umgestaltung und einem ausgeweiteten Prozessschutz zugeführt werden.
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Die Luftqualität in Dresden hat sich in den letzten Jahren verbessert, dank der Maßnahmen des Luftreinhalteplans. Wir wollen die Luftbelastungen zum Gesundheitsschutz in der Stadt weiter senken, den Luftreinhalteplan weiterkonsequent umsetzen, indem wir den öffentlichen Nahverkehr stärken, den Radverkehr fördern,
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nicht leiden. Durch Einsatz von gedimmtem Licht kann die Sicherheit durch weniger Blendung und gleichmäßige Beleuchtung sogar noch erhöht werden. Durch LED-Technik können insektenfreundliche Lichttemperaturen und -frequenzen eingesetzt werden.
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Produkten verlängern. Es gilt, mehr Wertstoffe wie Papier, Glas oder Kunststoffe zu sammeln und zu recyceln, um Rohstoffe zu sparen. Wir wollen den Restabfall klimafreundlich energetisch nutzen, um Strom und Wärme zu erzeugen und befürworten die verpflichtende Einführung einer Biotonne sowie einer Wertstofftonne.Wir befürworten die verpflichtende Einführung einer Biotonne sowie einer Wertstofftonne. Wir setzen uns für eine wohnortnahe Erfassung von Wertstoffen ein, die kein Verpackungsmüll sind.
Abgabe auf Ein-Weg-Essensverpackungen und Förderung von abwaschbarem Geschirr und Mehrwegverpackungen
Falls freiwillige Maßnahmen keinen durchschlagenden Erfolg bringen, setzen wir uns dafür ein, dass Dresden eine Abgabe auf Einweg-Essensverpackungen für Speisen erhebt, die zum unmittelbaren Verzehr gedacht sind. Sie soll an das Tübinger Modell angelehnt werden. Dies soll der Vermeidung von Müll dienen.
Um die Anreize hin zu abwaschbarem Mehrweggeschirr zu verstärken, ist zudem ein städtisches Förderprogramm aufzulegen, dass Betroffene beim Verzicht auf Einwegverpackungen unterstützt bzw. zur generellen Müllvermeidung – auch in anderen Bereichen – beiträgt. Für letzteres sind Gelder in Höhe eines Teils der zu erwartenden Einnahmen aus der Verpackungssteuer einzusetzen.
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Wildtierauffangstation ein, die im Idealfall mit der bereits bestehenden Wildvogelauffangstation zusammenarbeitet. Darüber hinaus setzen wir uns für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Tierheime ein. Für eine tierschutzgerechte Bestandsregulierung von Stadttauben fordern wir ein städtisches Taubenmanagement in Form von betreuten Taubenschlägen.
Die Wildtier-/Wildvogelauffangstation wird kommunal institutionell gefördert. In diesem Zusammenhang sind auch Vorschläge zur fachlichen Unterstützung und Qualifizierung der haupt- und ehrenamtlich Tätigen in den Betreuungsstationen zu erarbeiten.Darüber hinaus setzen wir uns für eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Tierheime ein. Für eine tierschutzgerechte Bestandsregulierung von Stadttauben fordern wir ein städtisches Taubenmanagement in Form von betreuten Taubenschlägen. Hierbei ist zwingend die - auch finanzielle - Zusammenarbeit mit der kommunalen Wohnungsgesellschaft sowie den in Dresden ansässigen großen Wohnungsgenossenschaften zu suchen.
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Wildvogelpopulation und belasten die Tierheime. Die private Haltung exotischer und gefährlicher Tiere wollen wirmuss genehmigungspflichtig machenwerden. Wir treten dafür ein, dass in Pachtverträgen der Stadt mit Zirkusunternehmen und Schausteller*innen ein Verzicht auf WildtierartenWildtiere verankert wird. Ferner setzen wir uns für ein Verbot von Pferdekutschen für touristische Zwecke in Dresden ein. Der Betrieb von Pferdekutschen geht mit unnötigem Tierleid einher und stellt eine Unfallgefahr für Mensch und Tier dar. Auch werden wir prüfen, ob der Rennbetrieb auf der Dresdner Galopprennbahn wird unserer Ansicht nach insb. an heißen Sommertagen nicht dem Tierwohl gerecht und wir setzen uns daher für ein Ende des Rennbetriebs ein. Weitere Zuwendungen für die Betreibung der Galopprennbahn lehnen wir vor diesem Hintergrund ab und wollen einzig Zuschüsse zu einer Tierwohlgefährdung führtInvestitionen der Denkmalpflege fortführen.